Fragen und Antworten - Reiseempfehlung fürs Kind
   
 

Das Urlaubsziel?
Je kleiner das Kind, desto empfindlicher seine Abwehr. Der Süden mit seiner Hitze und der starken Sonneneinstrahlung beansprucht das Immunsystem stark. Anschließend an solche Reisen sind viele Kinder besonders krankheitsempfänglich. Hinzukommende Schlafstörungen machen die Kinder unleidlich, genauso wie die lange Reise. Krankheiten drohen durch ungewohnte Bakterien, anderes Klima, andere Kost. Wenn mit kleinen Kindern in den Süden, dann im Frühjahr. Warum nicht auf einen Bauernhof ins Mittelgebirge oder an einen See?

 

 

 


Reiseapotheke:

Nicht zugänglich für das Kind aufbewahren! Knapp halten! Lieber Versichertenkarte bzw. einen Auslands- Krankenschein mitnehmen ( im Ausland auf ausreichende Versicherung achten. Dort oft viel höhere Arztkosten )!

Inhalt:

Fieberthermometer. ( Die modernen quecksilberfreien, elektronischen haben den Vorteil, daß sich der
Meßvorgang deutlich verkürzt. )
   
kleine Pinzette und mittelgroße, funktionstüchtige Schere.
   
flüssiges Desinfektionsmittel ( Polyvidonjod wie Betaisodona ®, Polysept ® ). Bei starker Schmerzempfindlichkeit Wasserstoffperoxyd vom Apotheker.
   
Fieber- und Schmerzzäpfchen ( Paracetamol wie Benuron ®, Captin ®, Fensum ® usw. ) in
altersentsprechender Dosierung.
   
abschwellende Nasentropfen( z.B. Balkis ®, Nasivin ®, Olynth ®, Otriven ® ) in altersentsprechender
Dosierung.
   
Bei Weltreisen und langen Flügen mit kleinen Kindern
( besser vermeiden! ) kann man bei starker Unruhe ausnahmsweise ein Beruhigungsmittel geben.
Vorher wegen Impfungen und Malariaprophylaxe ärztlichen Rat einholen!
   
Kindern mit Neigung zur Reisekrankheit hilft vor der Fahrt oder dem Flug Vomex A ® als Saft oder
Zäpfchen.
   
Pflaster und Binden sind bei Autoreisen im Verbandskasten des Wagens zu finden. Denken Sie aber nach Entnahme an den Ersatz, und überprüfen Sie zuvor die Qualität und Vollständigkeit des Inhalts!
   
Insbesondere am Strand oder in Schneegebieten sollte das Kind eine Sonnenbrille tragen, die einen
Schutz gegen die UV- Strahlung gewährleistet. Achten Sie daher unbedingt auf das CE- Zeichen, das Qualität gewährleistet.

Der beste Sonnenschutz ist die langsame Gewöhnung der Haut an die Sonne. Dadurch vermeidet man einen Sonnenbrand, der bleibende Schäden an der Haut hervorrufen kann und für später häufigeren Hautkrebs verantwortlich ist. Zu erreichen ist dies, indem man täglich das Sonnenbad um jeweils 10 min. steigern. Erst nach einigen Tagen kann mehr gesteigert werden. Ein Sonnenschutzmittel hilft, das tägliche Sonnenbad weiter auszudehnen. Wenn man die Faustregel ( Lichtschutzfaktor mal Sonneneinwirkzeit ) beachtet, kann ein Sonnenbrand meist umgangen werden. Allerdings bergen viele Sonnenschutzmittel die Gefahr von Hautreaktionen und "sonnen- allergischen" Reaktionen. Bei empfindlicher Haut meinen Rat einholen!

Wegen der ungewohnten Bakterien besteht südlich der Alpen erhöhte Durchfallsgefahr. Geben Sie Ihrem Kind dort kein offenes Eis! Nur industriell abgepacktes Eis bietet einigermaßen die Gewähr einer hygienischen Verarbeitung. Schälen Sie alles Obst, seien Sie vorsichtig mit Salaten in Restaurants, essen Sie keine nicht durchgebratenen Steaks und gut durchgekochten Speisen. Kochen Sie das Trinkwasser ab! Keine Eiswürfel ins Getränk! Sollte es dennoch zu Durchfall gekommen sein, haben Sie sicher eines meiner Büch "Wenn Kinder krank sind ", "Gesundheitssprechstunde" oder zumindest meinen Durchfallsdiätplan dabei und halten sich streng daran! Zeigen sich dennoch Zeichen einer Austrocknung, verliert das Kind mehr an Flüssigkeit durch dünne Stühle oder Erbrechen, als Sie ihm zuführen können, dauert Fieber über 24 Stunden an oder findet sich Blut im Stuhl, so zeigen Sie Ihr Kind einem Arzt.