Fragen und Antworten -
Wenn das Kind vom Haushaltsreiniger trinkt
   
 

Jährlich ereignen sich etwa 30 000 - 40 000 Unfälle bei Kindern durch Vergiftungen.
Am häufigsten betroffen sind Kinder im 1. und 2.Lebensjahr.

Etwa die Hälfte der Vergiftungen erfolgt durch Arzneimittel gefolgt von chemischen Stoffen im Haushalt, Alkohol und pflanzlichen Giften.

 

Die oft wie Bonbons aussehenden Tabletten oder die in bunte Flaschen gefüllten Haushaltsreiniger, die auch noch verführerisch riechen, üben eine magische Anziehung auf Kleinkinder aus.
Deshalb heißt die wichtigste Regel, wenn Kleinkinder im Haushalt wohnen: Arzneimittel, Haushaltsreiniger, Geschirrspülmittel und andere chemische Stoffe so aufbewahren und wegschließen, dass sie für die Kinder unerreichbar sind. Das gilt auch für Pflanzen mit giftigen Blättern, Samen oder Früchten.
Welche Pflanzen giftig sind, kann bei jedem Gärtner erfragt werden.

Und wenn doch mal etwas passiert?

1. Regel: Kinder nie zum Erbrechen bringen! Die Gefahr, dass es beim Erbrechen noch mal zu einer Verletzung oder Verätzung der Speiseröhre kommt oder durch Husten etwas in die Luftröhre rutscht, ist zu groß.

2. Regel: Niemals Milch zum Trinken geben! Viele Gifte sind fettlöslich und werden durch Milchtrinken erst richtig gefährlich. Statt dessen Wasser trinken lassen, um das Gift zu verdünnen.

3. Regel: Kinderarzt oder Vergiftungszentrale in Berlin

Telefon 030-19240

anrufen.

Die möchten wissen:
Was hat das Kind genommen?
Wieviel ungefähr davon?
Wann hat es das Kind genommen?
Wie alt ist das Kind?

Damit es nie soweit kommt - rechtzeitig Vorsorge treffen!