Fragen und Antworten - Kinder fiebern häufiger
   
 

Kinder fiebern häufiger, schneller und oft auch höher als Erwachsene. Einige haben im Kleinkindalter 10-12 fieberhafte Infekte im Jahr. Von Fieber sprechen wir allerdings erst ab 39°C. Eltern sollen deshalb zunächst auch bei höheren Temperaturen einen kühlen Kopf bewahren, solange das Kind noch munter ist, spielt und ausreichend trinkt.

 

Denn Fieber allein ist nicht behandlungsbedürftig. Es unterstützt den Körper im Kampf gegen Viren und Bakterien und sollte deshalb nicht gleich gesenkt werden. Bei ansteigendem Fieber (kalte Hände und Füße) hilft eine wärmende Decke oder löffelweise heißer Tee. Ist der Fiebergipfel erreicht (warme Füße und Waden), sollte es leichter zugedeckt werden und kühlende Wadenwickel können dem Kind Erleichterung bringen.

So wird´s gemacht: in lauwarmes (nicht kaltes!) Wasser getränkte, gut ausgedrückte Tücher um die Waden wickeln, darüber ein trockenes Handtuch. Nach etwa 10 Minuten sind die Wickel warm und sollten erneuert werden, bis zu drei Mal hintereinander.

Leidet das Kind sehr, können auch fiebersenkende Mittel wie Paracetamol (z.B. Benuron) und Ibuprofen eingesetzt werden, jedoch keine acetylsalicylhaltigen Mittel wie Aspirin. Fühlt sich das Kind jedoch sehr unwohl, zeigt es Schmerzen oder sind Sie
unsicher über den Zustand des Kindes, so sollte immer der Arzt angerufen werden.