Fragen und Antworten - Machtlos gegen Akne?
   
 

Die Akne ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Haartalgdrüseneinheit.
Die Akne vulgaris tritt bei nahezu allen Jugendlichen in unterschiedlicher Ausprägung auf. Im Alter von 16 - 18 Jahren erreicht sie ihren Höhepunkt; danach kommt es zu einem allmählichen Rückgang der Krankheitshäufigkeit und -schwere. Bis zum 25. Lebensjahr ist die Akne gewöhnlich abgeheilt; manchmal, insbesondere bei Frauen, kann sie auch noch länger bestehen bleiben.

 

Wie entsteht Akne?

Bei Akne handelt es sich um geschwollene und entzündete Talgdrüsen in der Haut. Talg ist ein Gemisch aus Fetten und Säuren und hat eine ganz wichtige Funktion: er überzieht unsere Haut mit einer hauchdünnen Schicht und schützt sie so vor dem Austrocknen. Eine Talgdrüse besteht aus einem kleinen Beutel, in dem der Talg gebildet wird und aus einer engen Öffnung. Der Talg kann nun in dieser haarfeinen Öffnung steckenbleiben und eintrocknen, dadurch entsteht im Inneren der Drüse ein Talgstau.

Der eingetrocknete Talg in der Öffnung verhornt und ist sichtbar als ein dunkle Pünktchen, man spricht auch von einem Mitesser (Komedonen), der sich gebildet hat. Diese Komedonen können sich mit dem Hautkeim Propionibacterium acnes besiedeln und zu einer stark entzündlichen Reaktion führen. Die Akne befällt vor allem das Gesicht und den oberen Stamm. Narbige Abheilung und Keloidbildung kännen ein großes kosmetisches Problem darstellen.

Die Behandlung der Akne ist langwierig. Die befallene Haut sollte täglich mit einer gewöhnlichen Seife gewaschen werden. Lokal werden manchmal Präperate zur Schälbehandlung und Desinfektion eingesetzt. Bei schweren Akneformen werden Antibiotika über längere Zeit eingenommen. Es gibt keinen gesicherten Hinweis für einen Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung.

Eine Akne kann bei Jugendlichen eine schwere psychische Belastung darstellen und Bemerkungen wie: "Wenn du älter bist, verschwindet´s von alleine!" können die Problematik allenfalls verschlimmern. Eine konsequente Behandlung der Akne ist von entscheidender Bedeutung, zumal wirksame Therapeutika zur Verfügung stehen.